Vienna Autoshow 2015

Vienna Autoshow 2015

Ich war am Mittwoch, dem 14.1.2015, zu Besuch bei der Vienna Autoshow 2015 am Messegelände in Wien.
Überraschenderweise feierte der neue Audi Q7 in Wien seine Europapremiere, nachdem er ja zwei Tage zuvor in Detroit der Welt vorgestellt wurde. Der Q7 ist definitiv kantiger geworden. Das Heck des Oberklasse SUV zieht sich von den mächtigen Endrohren bis hin zu den Rückleuchten in fast senkrecht verlaufenden Linien nach oben und wird somit erst weit oben schlanker. Das macht ihn ziemlich bullig. Im Innenraum des Q7 geht es sehr modern zu. Selbst die ab 2015 verpflichtende Notruftaste ist schon oben, bei den Innenraumleuchten und dem Schiebedachknopf, verbaut. Vorbildlich. Es gibt ein ziemlich großes Touchpad zum Kritzeln von Adressen oder eintippen von Telefonnummern, neue Knöpfe beim Lichtschalter (Schlechtwetterlicht, das die Nebelscheinwerfer ersetzt und Nachtsichtassistent, sowie ein Knopf für das Head Up Display), die vier Knöpfe neben der großen MMI Bedieneinheit (NAV, Tel, Radio, Media) sind zwei Wippschaltern gewichen, irgendwo, fast lieblos platziert, fristet der Lautstärkeregler fernab des Geschehens sein Dasein und es gibt einen „motivierten“ Tacho mit 300km/h Spitze. Die Radhäuser sind wirklich Häuser und beherbergen 21 Zoll Alus mit Niederquerschnittreifen. Da geht noch was…

Ein echter Hingucker war der Opel Monza Concept, der nicht nur mit den futuristisch anmutenden breiten Flügeltüren, sondern auch mit seinem Display, das sich über das gesamte Armaturenbrett erstreckt, eine „andere“ Zukunft aufzeigt. Ganz klassisch wie eh und je halten sich da eher die Hersteller im Superluxus Segment. In den Bentleys und den Rolls Royces sieht man nach wie vor viel feinstes Leder und atemberaubend schönes Holz. Im Rolls Royce Wraith kann man sogar einen wirklich gut gelungenen Sternenhimmel im Dachhimmel bewundern. Man merkt sofort mit wie viel Liebe und Hingabe diese Wagen produziert werden. Jede Naht sitzt perfekt, selbst der kleine Knopf am Kofferraumdeckel, mit dem man eben selben elektrisch verschließt, hat die Silhouette eines Rolls Royce aufgemalt. Im Fahrerinformationsdisplay des Bentley Continental GTC V8 S wird einem tatsächlich ein Cabrio angezeigt – Nur für den Fall, dass man nicht mehr weiß, welchen Boliden man gerade besteigt. Besteigen. Hier kommen wir zum unumstrittenen Star der diesjährigen Vienna Autoshow: Der Mercedes AMG GTS. Klar, Heck erinnert sehr an Porsche, die Farbe wurde sicher bewusst gewählt, um mehr Aufsehen zu erregen, aber, hey, es ist ein Supersportler. 4 Liter Hubraum, V8 Biturbo, AMG Speedshift DMC… Klingelt’s? Innen geht es relativ spartanisch zu. Jede Menge Karbon, hier und da ein Schalter, wie etwa ein Regler für die Auspuffklappe, oder der Knopf für die Wahl des gewünschten Fahrwerk Setups. Im Cockpit ist auch einer dieser „motivierten“ Tachos verbaut, aber dem hier traut man das tatsächlich zu. Bei 310 km/h regelt der GTS ab. Was macht man mit den restlichen 50 km/h die man da noch am Tacho stehen hat? Ein wahrer Porscheschreck. Porscheschreck. Ferrarischreck. Lamborghinischreck? Hm… Also ich bin auch im Lamborghini Huracan gesessen und ich kann nur sagen, dass da echt alle Zeichen auf GO stehen. Schon der Start Engine Button, der sich hinter einem roten Bügel versteckt, flößt schon ein wenig Respekt ein. Erinnert aber auch gleichermaßen an den „Go Baby Go“ Button aus dem Film „Nur noch 60 Sekunden“ und lässt den gerade erworbenen Respekt auch gleich wieder verfliegen. Fliegen. Im Cockpit ist mir eine Fledermaus entgegen geflogen. Mit ein bisschen Phantasie erkennt man in den Knöpfen auf der Mittelkonsole das Batman Logo. Und? Hat Batman einen Rückspiegel? Keine Ahnung, im Lambo gibt’s zwar einen, aber der zeigt einem auch wieder Lamborghini typisch nicht wirklich viel. Aber ganz ehrlich, in dem Wagen braucht man den auf der Bahn auch nicht, oder? Wo wir gerade bei den Filmautos sind: VW hat mit seinem 1-Liter-Auto, dem XL1, ebenfalls ein sehr futuristisch anmutendes Gefährt geschaffen. Die Räder im Heck komplett verkleidet, vorne nur sehr kleine Lufteinlässe und hinten ein Diffusor – Hier wird schnell klar, dass nicht nur die Kombination aus Elektromotoren und sparsamen TDI Motor, sondern auch die konsequent umgesetzten Maßnahmen zur Aerodynamik (CW=0,189) für das Design maßgebend sind. Aber in Wirklichkeit… In Wirklichkeit ist der XL1 ein Transformer! Ich habe die Maske am Heck gesehen. Genug der Worte. Viel Spaß beim Bilder Anschauen:
P.S.: Danke, Toni ;)

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